Ein Tag unterwegs mit Karo As, den Spezialisten für Altöl Entsorgung

Das Sammeln von Altöl innerhalb der vorgegebenen Sammelkategorien ist wichtig – für den Umweltschutz, aber auch für die Produktion unserer Schmierstoffe. Das Innovative an unserer Anlage, der „Erweiterten Selektiv-Raffination“, ist, dass sie nahezu abfallfrei, sehr umweltfreundlich und ressourcenschonend arbeitet. Mit dieser Anlagentechnologie ist es uns möglich, eine Qualität von Grundölen zu erzeugen, die in wesentlichen Aspekten herausragend ist. Die Technologie garantiert den vollständigen Erhalt der synthetischen Öle (XHVI, PAO).

Somit garantieren wir mit unserer Technologie ein Produkt, mit dem wir deutlich die Anforderungen der Kunden übertreffen. Einen Tag lang habe ich Kevin Voß, Fahrer im norddeutschen Raum, bei seiner Tour begleitet.

Altöl entsorgen – Der Tag beginnt

Morgens um 7 Uhr machte ich mich auf den Weg in eines der zahlreichen Tanklager, die deutschlandweit verteilt sind. Da ich aus Hamburg komme, war Henstedt-Ulzburg, etwa 30km nördlich von Hamburg, das Ziel meiner kurzen Anfahrt. Dort traf ich auf Kevin Voß, der derzeit als Springerfahrer arbeitet und somit überall in Deutschland für Vertretungsregelungen bei Kollegen für die Altöl Entsorgung von Aufträgen eingesetzt werden kann. Mittelfristig möchte Kevin, der einen 50 Jahren alten VW Käfer von Grund auf restauriert und mit einem Hochleistungsmotor versehen hat, den Job seines Vaters übernehmen, der ebenfalls im Unternehmen arbeitet. Dann fest in Flensburg.

Die Vorbereitung und Einweisung

Nach einer kurzen Einweisung und Erklärung der wichtigsten Funktionen im Tanklager und im Tankwagen, haben wir das Navigationssystem eingestellt. Morgens standen 5 Aufträge zur Abholung an, die elektronisch von der Zentrale Dollbergen übermittelt wurden: 4x Altöl und 1x Emulsionen, welche wir ebenfalls entsorgen.

Die ersten beiden Stopps führten uns nach Hamburg zu einem Volkswagen-Autohaus und dann etwas nordwestlicher nach Schenefeld zu Harry, der Brotbäckerei. An beiden Stationen saugten wir das Öl gefiltert super schnell ein. Für 1.000 Liter Öl braucht Kevin im Optimalfall inkl. Auftrag ausdrucken und vom Kunden unterschreiben lassen im Schnitt 25 bis 30 Minuten, je nachdem, wie gut die Ölfässer erreichbar sind. Das kann einfach sein, aber es geht auch mal mit dem 15 Meter Schlauch und einer Sauglanze durch Kellerfenster zu den Fässern, die dann auch noch erst geöffnet werden müssen. Nicht jeder Kunde hat einen praktischen 1.000 Liter Behälter – einige kamen auch mit mehreren Kanistern und einem kleinen Fass. Dann dauert es natürlich entsprechend länger.

An sich ist der Ablauf einer Abholung aber oftmals ähnlich:

  • Wir melden uns beim Pförtner oder der Werkstatt an
  • Dann bekommen wir den Standort des Altöls mitgeteilt, bei Stammkunden fahren wir auch direkt dorthin und holen ab
  • Wenn die Fässer gut zugänglich sind, rollen wir den Schlauch ab, schließen die Sauglanze an (haben wir in verschiedenen Längen und Dicken dabei, selbst für kleine 20 Liter Kanister sind wir gewappnet) und saugen das Altöl ab, natürlich über den Filter
  • Während des Absaugens nehmen wir die gesetzlich vorgeschriebenen Proben des Altöls. Eine für unser Labor und eine für den Kunden
  • Bei jeder Altölentsorgung wird der so genannte Beilsteintest gemacht, das heißt einige Tropfen Altöl werden einmal kurz entzündet – so können wir sehen, ob Chlorverbindungen enthalen sind. Ist das Altöl verunreinigt, nehmen wir dies nicht direkt mit. Hierfür vereinbaren wir einen gesonderten Termin – dies kommt allerdings äußerst selten vor

Auf dem Weg zu neuen Ideen

Während der Fahrt unterhielten wir uns viel – über den idealen Ablauf, der Gewinnung neuer Altöl Kunden, über Autos, Pausenzeiten (die sehr genau eingehalten werden müssen ) – und über neue Aufträge, die automatisch auf ein Tablet geladen werden. So führte uns der Weg von Hamburg nach Buxtehude ins Alte Land, von dort weiter nach Seevetal und zurück nach Hamburg, weiter nach Norderstedt. Natürlich standen wir total gern die 10km im Stau vor dem Hamburger Elbtunnel. Diese 60 elendig langen, unproduktiven Minuten. Nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem wir in Norderstedt auch noch schnell Altöl eingesammelt hatten sind wir gegen 18 Uhr wieder am Tanklager gewesen. Das Altöl wurde in die entsprechenden Tanks abgeladen wurde, Kevin kümmerte sich um den Papierkram und schickte alles vorab per Fax an die Zentrale in Dollbergen.

Um 19 Uhr endete dann der Arbeitstag – und wir haben uns für eine weitere Tour in einigen Monaten verabredet. Kevin ist nun die nächsten 2 Wochen für Karo As, die zur AVISTA OIL GROUP gehört, in Berlin unterwegs.

Danke für die tolle, sehr informative Tour, Kevin! Gern wieder!

Marc Thomalla